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Wassermanagement für Rechenzentren: Regenrückhalt und kontrollierte Entwässerung

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Das Wassermanagement auf Dächern von Rechenzentren (RZ), kurz für Gezielter Regenrückhalt zur Entlastung der Infrastruktur und Einhaltung von Bauvorschriften, ist eine fundamentale und aufschlussreiche Strategie zur Erhöhung der Resilienz gegen Starkregen, zur Senkung der Niederschlagswassergebühren und zur Minimierung des Hochwasserrisikos. Bei Eleven Elements bildet dieser Service die Grundlage für messbare Retentionsleistung, gesicherte Entwässerungskapazität und positive Zertifizierungsbilanzen, da er schnell, präzise und ohne jegliche Risiken durch überlastete Entwässerungssysteme oder Feuchtigkeitsschäden wertvolle Vorteile für RZ-Betreiber, Projektentwickler und Umweltmanager liefert. Das Team von Eleven Elements nutzt modernste Retentionsdachsysteme, kalibrierte Drosselabflüsse und die Integration mit dem bestehenden Entwässerungsnetz , um die Dachflächen präzise zu speichern, den Abfluss zu steuern und als gesichertes, multifunktionales Asset einzusetzen. Diese Lösung ist oft der erste und entscheidende Schritt zur Erreichung von maximaler Klimaresilienz und gesicherter Compliance.

Die kritische Funktion: Schutz vor Spitzenabfluss

Rechenzentren benötigen nicht nur eine thermisch stabile Umgebung (siehe PUE-Reduktion), sondern auch maximalen Schutz vor Umwelteinflüssen, insbesondere vor Wasserschäden und Rückstau aus der Kanalisation. Die massive, schnell abfließende Versiegelung konventioneller RZ-Dächer gefährdet die städtische Kanalisation bei Starkregenereignissen.

Das Retentionsdach-Konzept wandelt das RZ-Dach in ein temporäres Wasserspeicherbecken um. Das technisch gesteuerte System erzeugt ein charakteristisches zeitverzögertes Abflussverhalten, das sich direkt auf die Einhaltung der kommunalen Abflussauflagen und die Schutzfunktion des Gebäudes auswirkt.

Die Zwei Hauptmechanismen des Wassermanagements:

  1. Regenrückhalt (Retention): Das System hält Wasser nach einem Niederschlagsereignis gezielt zurück und verhindert den sofortigen, hohen Abfluss in die Kanalisation. Die Speicherung erfolgt in der Substrat- und der Retentionsschicht (z.B. spezielle Speichermodule).
  2. Kontrollierte Entwässerung (Drosselung): Das zurückgehaltene Wasser wird über einen mechanischen oder hydraulischen Drosselmechanismus am Dachablauf langsam und gleichmäßig über einen längeren Zeitraum (z.B. 24 Stunden) abgegeben. Die Abflussspitzen werden so auf einen kommunal vorgegebenen Maximalwert begrenzt.

Das Team von Eleven Elements ist in der Lage, diese kritischen Bereiche über die Kalibrierung der Drossel, die Dimensionierung der Speichervolumina und die statische Prüfung der Nasslast zu messen, zu planen und als aktives Risikomanagement darzustellen – die sogenannte Hochwasserschutz- und Abflussbilanz.

Die 3 Säulen des RZ-Wassermanagements

Die Zuverlässigkeit des Wassermanagements basiert auf der Speicherkapazität des Dachaufbaus, der Abflusskontrolle und der Integration mit der Gebäudeabdichtung.

1. Maximale Speicherkapazität (Volumen)

  • Kern: Die Wahl des Gründachsystems muss auf maximale Wasserspeicherung ausgelegt sein (hohes Porenvolumen, hohe Retentionsschicht). Bei RZ-Dächern wird oft ein System gewählt, das bis zu $80\%$ des Niederschlags zurückhalten kann.
  • Fokus: Die statische Tragfähigkeit muss die Nasslast des maximal gefüllten Systems (Retentionsschicht + Substrat) zwingend aufnehmen können.

2. Kalibrierte und Redundante Drosselung

  • Kern: Der Drosselmechanismus am Dachablauf muss exakt auf die behördliche Vorgabe ($\text{l/s/ha}$) kalibriert werden. Zudem sollte das System Redundanz aufweisen, um eine Verstopfung des Ablaufs zu verhindern (z.B. integrierte Notüberläufe und Siebe).
  • Fokus: Regelmäßige Wartung und Reinigung der Drossel und der Abläufe sind für die dauerhafte Funktionssicherheit kritisch, da eine Verstopfung zu Rückstau führen kann.

3. Schutz der Dachabdichtung und Anschlussdetails

  • Kern: Da RZ kein Wasser im Gebäude dulden, ist die Dichtigkeit des Daches von höchster Priorität. Das Retentionssystem muss die Dachabdichtung vor mechanischer Beschädigung schützen (Schutzlage, Vlies).
  • Fokus: Sichere Ausführung der Anschlussdetails an aufgehenden Bauteilen (Attika, Technik-Aufbauten) gemäß den Flachdachrichtlinien und Sicherstellung, dass das Wasserspiegelniveau des Retentionsdaches die Anschlusshöhen nicht gefährdet.

RZ-Anforderung

Wassermanagement-Funktion

Betrieblicher Nutzen

Hochwasserschutz

Begrenzung des Spitzenabflusses durch Drosselung.

Schutz der RZ-Kanalisation vor Rückstau.

Compliance

Nachweis der Retentionsleistung ($\text{l/s/ha}$).

Erfüllung städtischer Auflagen und Gebührensenkung.

Thermische Stabilität

Nutzung des gespeicherten Wassers zur Verdunstungskühlung.

Senkung der Kühllasten (PUE-Reduktion).

 

Der Ablauf zur Planung des RZ-Wassermanagements

Wir möchten, dass Ihr Rechenzentrum gegen Starkregen gewappnet ist.

Die Einführung des Wassermanagement-Konzepts läuft in der Regel wie folgt ab:

  1. Vorbereitung (Traglast- und Abfluss-Audit): Prüfung der Traglast für die maximale Nasslast des Systems und Abruf der kommunalen Abflussvorgaben.
  2. Konzeptentwicklung (Systemauswahl): Dimensionierung der Retentionsschicht und Auswahl der Drosseltechnik zur Erreichung des Zielabflusses.
  3. Simulation und Planung: Hydrodynamische Berechnung des Abflussverhaltens unter Starkregenszenarien und detaillierte Planung der Notüberläufe und Anschlüsse.
  4. Abschluss (Zertifizierung und Wartung): Übergabe der Kalibrierungszertifikate und des Pflegeplans zur regelmäßigen Kontrolle und Reinigung der Drosseln und Abläufe.

Die Auswertung der hydrologischen Performance erfolgt im Anschluss durch das Team von Eleven Elements, das Ihnen den Nachweis über die gesicherte Retentionsleistung und die Entlastung der Entwässerungsinfrastruktur verständlich erläutert.